Seychellen sicheres Reiseland dank erfolgreicher Impfkampagne

81

Der Präsident der Republik Seychellen, Wavel Ramkalawan, bestätigte in einem Interview, dass der Inselstaat im Indischen Ozean dank der
beispielhaft hohen Quote von Impfungen gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 weiterhin eines der sichersten Reiseziele der Welt sei.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SNA äußerte sich das Staatsoberhaupt zufrieden mit dem Erfolg der Maßnahmen, die sein Land zur Eindämmung der Pandemie von Beginn an ergriffen habe. Es habe sich gezeigt, dass die 115 Inseln umfassende Republik vor der Ostküste
Afrikas bestens gerüstet sei. In kürzester Zeit hatte das Land im Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung die Weltspitze erreicht und konnte es sich daher erlauben, das Traumreiseziel nach einer anfänglichen Isolation seit dem 25. März wieder für den Fremdenverkehr zu öffnen. Einreisende müssen jedoch einen COVID-19-Test mit negativem Ergebnis nachweisen.

Dass es in jüngerer Zeit wieder zu einem Anstieg der Infektionszahlen kam, hatte in einigen Kreisen Skepsis gegenüber der Wirksamkeit der Impfkampagne ausgelöst. „Wir waren sehr früh, was die Impfungen angeht, weltweit führend“, erklärte der Präsident. Auf den Seychellen sind inzwischen 62% aller Einwohner zweifach und 68% einfach geimpft, mehr als in jedem anderen Land der Erde. „Aus diesem Grund richtet sich nun auch die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf uns. Man möchte sehen, wie wirksam die Impfstoffe sind und wie lange die Antikörper im Körper wirken, bevor man möglicherweise eine dritte Dosis benötigt.“ Dies gelte unabhängig von Art und Herkunft der verabreichten Impfstoffe.

Der Präsident betonte, dass der größte Teil — rund 80 Prozent — der Neuinfektionen bei Personen aufgetreten sei, die noch nicht oder nicht vollständig geimpft gewesen seien. Zudem sei es bei den jüngst aufgetretenen Fällen kaum zu schweren Krankheitsverläufen oder gar
Todesfällen gekommen. Die Betroffenen würden medizinisch gut versorgt, und das Gesundheitssystem des Landes sei in der Lage, die Infizierten ausreichend medizinisch zu betreuen. „Derzeit werden zwei Personen über Beatmungsgeräte versorgt, und diese beiden Personen wurden bereits mit Vorerkrankungen eingeliefert.“ Präsident Ramkalawan unterstrich zudem, dass die Seychellen auch sämtliche im Land
lebenden Ausländer mit Impfstoffen versorgt hätten und in Kürze damit beginnen würden, Jugendliche ab 15 Jahren zu impfen. Die Seychellen verfügten ferner über Kapazitäten, täglich bis zu 30.000 PCR-Tests durchzuführen.

Seit der Öffnung habe die Zahl der ausländischen Besucher im Land allmählich zugenommen, und es seien praktisch weder infizierte Touristen ein- noch ausgereist. Es gelten bestimmte Verhaltensregeln, doch sind Geschäfte und öffentliche Einrichtungen im Land geöffnet. „Wir haben für Touristen einen Raum geschaffen, an dem sie ihren Urlaub frei von Infektionsrisiken genießen können. Die Seychellen waren und bleiben ein sicheres Reiseziel.
Auf den Seychellen gibt es weder Tropenkrankheiten noch gefährliche Tier- oder Pflanzenarten. Impfungen und andere vorbeugende Maßnahmen sind daher unter regulären Bedingungen weder vorgeschrieben noch notwendig. Aufgrund ihrer Lage außerhalb des Zyklongürtels bleiben die Seychellen auch von verheerenden Stürmen verschont. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, und die medizinische Versorgung ist weitgehend sichergestellt.

In dem Land mit überwiegend katholischer Bevölkerung herrscht ein für die Region hoher Wohlstand, sozialer Frieden und eine seit über zwanzig Jahren gefestigte Demokratie. Die Anreise aus Mitteleuropa ist mit Nonstop-Flügen von unter zehn Stunden Dauer möglich. Der
Zeitunterschied beträgt, je nach Jahreszeit, nur zwei bis drei Stunden.