Generationenübergreifende Graffiti-Kunst in Köln

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Wer am Samstagnachmittag an der Kreuzung Escher Straße/Parkgürtel vorbeispazierte, kam in den Genuss einer ganz besonderen Aktion. Zwischen 14.30 Uhr und 16.30 Uhr griff eine Gruppe Senioren gemeinsam mit Jugendlichen zur Spraydose und sprayte Kunstwerke an die Betonpfeiler der Bahntrasse Escher Straße. Dabei ging es jedoch nicht einfach darum, die grauen Betonflächen zu verschönern. Das Motiv, das die ungewöhnliche Nippeser Künstlergruppe in einem gemeinsamen Workshop mit dem professionellen Graffiti-Künstler Martin Scholz (Onkel Dose) entwickelt hat, reflektiert kritisch unterschiedliche Vorstellungen des Alters.

Die außergewöhnliche Aktion geht auf ein ebenso außergewöhnliches Kooperationsprojekt der Kolping Hochschule für Gesundheit und Soziales in Köln zurück. Beteiligt daran waren der Studiengang Gerontologie, Gesundheit & Care, das SeniorenNetzwerk Nippes des Caritasverbands für die Stadt Köln e. V. und die Mittwochsmaler des Offenen Treffs Lucky’s House des Sozialdienst Katholischer Männer in Köln. Unterstützt wurde das Projekt von der Bürgerstiftung Köln.

Für den 22-jährigen Niklas von den Mittwochsmalern war das ein spannendes Projekt „Ich finde, das ist eine coole Idee. Es ist eine richtig gute Aktion, eine Connection zwischen Jung und Alt herzustellen. Ich freue mich außerdem, die Kunst mit der Sprühdose näher zu bringen“. Uta Behnisch (75 Jahre alt) beschreibt ihre Motivation so „Ich fand die Idee direkt toll und war neugierig, denn ich habe noch nie gesprüht. Alt und Jung bei dem Projekt zu kombinieren, ist richtig gut.“

Gemeinsamer Austausch für gegenseitiges Verständnis
Ziel der Aktion war es, intergenerative Begegnung im Quartier Nippes mithilfe moderner Kunstformen zu stärken. „Dieses kreative Gemeinschaftsprojekt zeigt, wie dar Entstehungsprozess von Bildern neue Begegnungen und Dialoge ermöglicht und symbolisiert den Auftrag unserer Hochschule, die für Engagement, Mitgestaltung und Initiative steht“, sagt Dr. Edith Hansmeier, Gründungsrektorin der Kolping Hochschule für Gesundheit und Soziales. „Wir freuen uns sehr, dass wir diese besondere Aktion unterstützen dürfen.“ Die junge Digitale Präsenzhochschule förderte das Quartiersprojekt auch finanziell, ebenso wie die Bürgerstiftung Köln.

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Für Dr. Tobias Müller, Leiter des Studiengangs Gerontologie, Gesundheit & Care an der Kolping Hochschule, bietet das generationenübergreifende Gemeinschaftsprojekt nicht nur für seine Studierenden einen großen Mehrwert: „Die gemeinsame Quartiersarbeit hat bei allen Beteiligten viel bewegt. Durch die Kunstaktion ist eine Reflexion über das alt-Sein und alt-Werden angestoßen worden. Gemeinsamer Austausch über das Thema, das uns alle – jetzt oder in Zukunft – betrifft, fördert gegenseitiges Verständnis füreinander. Das stärkt auch den Zusammenhalt der Generationen.“
Quelle: PR Agentur Public Cologne in Köln