
Immer mehr Urlaubsreisende sind auf zuverlässig funktionierende medizinische Geräte angewiesen. Herzschrittmacher, Insulinpumpen, CPAP-Geräte gegen Schlafapnoe, tragbare Sauerstoffkonzentratoren und elektrische Rollstühle gehören zum selbstverständlichen Gepäck von Millionen Menschen weltweit.
Für das Mitführen medizinischer Elektrogeräte an Bord existieren dabei klare Regelungen, entwickelt von Organisationen wie dem Airline-Verband IATA. Die Vorschriften betreffen insbesondere Lithium-Akkus, die in den meisten modernen Medizingeräten verbaut sind.
Wachsender Markt für inklusive Einrichtungen
Schätzungen des Deutschen Reiseverbands (DRV) zufolge treiben chronische Erkrankungen und der demografische Wandel diese Entwicklung voran. Ältere Reisende, eine der kaufkräftigsten und reisefreudigsten Zielgruppen, sind häufiger auf Hilfsmittel angewiesen, wollen auf das Reisen aber nicht verzichten. Hotels, Kreuzfahrtanbieter und Reiseveranstalter, die sich auf diese Klientel einstellen, können sich dadurch einen nachhaltigen Wachstumsmarkt erschließen.
In der Praxis bedeutet das: Ladestationen mit geeigneten Spannungsanschlüssen in den Zimmern, Informationen zu Sicherheitsvorschriften beim Fliegen mit medizinischen Akkus sowie geschultes Personal, das im Bedarfsfall kompetent weiterhelfen kann. Erfüllen touristische Einrichtungen diese Standards, positionieren sie sich als barrierefreie und inklusive Anbieter.
Hoch spezialisierte Technik auf Vormarsch
Medizinische Geräte sind nur so zuverlässig wie ihre Stromquelle. Reisende mit CPAP-Geräten, Infusionspumpen und Co. können sich keinen Akkuausfall leisten. Die Anforderungen an Kapazität, Temperaturstabilität und Zyklenfestigkeit liegen deutlich höher als bei Verbraucherelektronik. Diese Faktoren spiegeln sich auch in der Herstellung wider.
Unternehmen, die sich auf die Versorgung von Medizintechnikunternehmen mit maßgeschneiderten Energielösungen konzentrieren, gewinnen daher ebenfalls an Bedeutung. Die Nachfrage steigt, je mobiler die Gesellschaft wird – und je mehr Menschen auch unterwegs funktionierende Gesundheitstechnik benötigen.
Was die Reisebranche tun kann
Für Reiseanbieter ergibt sich daraus die klare Handlungsempfehlung, in Aufklärung und Infrastruktur zu investieren. Reisende sollten frühzeitig über die geltenden Vorschriften für den Transport von Akkus und medizinischen Geräten informiert werden. Zudem sind Kooperationen mit Fachleuten vorteilhaft, die bei der Beschaffung geeigneter Ersatzakkus für unterwegs helfen können. In sämtlichen Unterkünften und Fahrzeugen müssen außerdem die technischen Voraussetzungen für ein sicheres Laden von Akkus für die Medizintechnik gegeben sein.
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