Deutsche Umwelthilfe will Sport Utility Vehicle an den Stadtrand verbannen

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Die Stadtverwaltung in Paris hat die Bürger der Stadt um ein Votum für höhere Parkgebühren für große Autos gebeten. 5,6% der wahlberechtigten Pariser gaben ihre Stimme ab, 54% davon mit einen „Ja“ für höhere Parkgebühren. Das sind nicht ganz 3% der wahlberechtigten Pariser. Jetzt soll das Parken ab dem 1. September 2024 für große Autos in Paris deutlich teurer werden. Der Fahrer eines Sport Utility Vehicle (SUV) soll, wenn es nach der Pariser Stadtverwaltung geht, 18 Euro pro Stunde in den Parkautomaten einwerfen. Man will damit offensichtlich Besucher der Stadt, die mit großen Autos unterwegs sind, aus Paris „vertreiben“.

Die Deutsche Umwelthilfe findet das anscheinend völlig in Ordnung. Zum Votum der Pariser gibt die Deutsche Umwelthilfe eine Pressemitteilung heraus. Dabei werden aus den fast 3%, die für höhere Parkgebühren gestimmt haben, mal eben 55% gemacht. In der Mitteilung erklärt der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch:
„55 Prozent der Pariser Bürgerinnen und Bürger haben sich für lebenswerte Städte mit deutlich weniger Monster-SUV entschieden. Dies ist ein Weckruf für deutsche Städte, nach Pariser Vorbild ebenfalls höhere Parkgebühren in ihren Innenstädten für Stadtpanzer, PickUps und andere übergroße Fahrzeuge einzuführen.“.

Weiter meint Jürgen Resch:
„Wer sich ein Auto kauft, das mit mehr als 5,00 Metern Länge jeden Parkplatz sprengt, hat kein Recht dieses im öffentlichen Raum zu parken. Wir fordern alle Städte und Gemeinden auf, innerstädtische Parkverbote für solche Stadtpanzer auszusprechen und sie auf eigens ausgewiesene Wohnmobil- und Nutzfahrzeug-Parkplätze am Stadtrand zu verbannen.“

Bekanntermaßen sind der Deutschen Umwelthilfe große Autos ein Dorn im Auge. Neu ist, dass dem Fahrer eines SUV, die gerne auch als Geschäftswagen eingesetzt werden, das Recht abgesprochen wird, sein Fahrzeug im „öffentlichen Raum zu parken“.
Geschäftsreisende mit SUV und Termin in der Stadt sowie Einzelhändler edler Einkaufsstraßen wie der Düsseldorfer „Kö“ werden sich für eine solche Forderung sicher bedanken.
Bild: Pixabay

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