Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Kiel ist hoch

Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Kiel ist hoch

Die aktuelle Berechnung zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus 2017 in Kiel und der LTO Kieler Förde bestätigt die positiven Entwicklungen der letzten Jahre.

Ermittelt wird die regelmäßige Erhebung alle zwei Jahre durch das Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH NIT seit 2007. Auftraggeber ist Kiel-Marketing. Bereits zum zweiten Mal wurde auch für das Amt Schrevenborn mit den Gemeinden Heikendorf, Mönkeberg und Schönkirchen im Rahmen der LTO Kieler Förde eine Wertschöpfungsanalyse erstellt.

Im Jahr 2017 stiegen die Übernachtungen für Kiel um 3,4% gegenüber dem Vorjahr auf 727.034, (2015: 674.980). Zusammen mit den Übernachtungszahlen für Privatvermietungen (135.590) und Camping (59.234), steigt die Summe von 865.246 Übernachtungen auf 921.858 in 2017 in Kiel. Übernachtungen bei Freunden und Verwandten mit 1.732.392 und Übernachtungen in Zweitwohnungssitzen mit 136.800 komplettieren die touristischen Übernachtungen auf stolze 2,79 Millionen Übernachtungen in der Stadt (2015: 2,73 Mio.).

Auch im Amt Schrevenborn sind die Detailergebnisse hervorragend. Durch den Zusammenschluss mit Kiel-Marketing zur LTO Kieler Förde zum 01.01.2015 ist auch die Datenerfassung deutlich verbessert worden: So wurden 15.180 Übernachtungen in Betrieben mit 10 und mehr Betten statistisch ermittelt. Hinzu kommen Privatvermieter und Betriebe mit weniger als 10 Betten mit 47.560 sowie Camping mit 26.740. Zusammen mit den Übernachtungszahlen bei Freunden und Verwandten von 185.904 und Übernachtungen in Zweitwohnungssitzen von 23.000 ergeben sich in der Summe 298.384 touristische Übernachtungen in den drei Gemeinden am Ostufer der Kieler Förde.

Hauptmotor des wirtschaftlichen Wachstums in der Landeshauptstadt Kiel ist nach wie vor mit steigender Tendenz der Tagestourismus, der von 19,3 Mio. im Jahr 2015 auf 19,7 Mio. Gäste in 2017 anstieg. Dank der stabilen Ausgaben der Tagesausflügler von durchschnittlich 38,83 Euro pro Kopf und über 686 Mio. € Nettoumsatz jährlich entfallenüber 79% der Gesamtnettoumsätze der Tourismusbranche in der Stadt auf diese Zielgruppe. Der Anteil am Nettoumsatz, generiert durch Übernachtungen(Tagesausgaben je nach Unterkunftsart zwischen 20 und 98 Euro), liegt mit lediglich 15,8% deutlich dahinter. Hauptnutznießer der seit Jahren positiven Entwicklung der Umsätze in allen Reisesegmenten bleiben weiterhin unangefochten der Einzelhandel und die Gastronomie.

Im Amt Schrevenborn stieg die Zahl der Tagesgäste von 118.000 in 2015 auf 127.408 im Jahr 2017. Die Tagesausgaben liegen zwischen 26 und 41 € und ergeben gesamt einen Nettoumsatz von 3,1 Mio. €. Damit entfallen lediglich 24,15 % des Gesamtnettoumsatzes von 12,81 Mio. € auf diese Zielgruppe. Im Gegensatz zu der Städtereisedestination Kiel liegt in den drei Gemeinden am Ostufer der Löwenanteil am Nettoumsatz mit 74,58% bzw. 9,56 Mio. € zu über dreiviertel bei den Übernachtungen in gewerblichen und nicht gewerblichen Betrieben. Bei den Übernachtungsgästen liegen die täglichen Ausgaben je nach Unterkunftsart zwischen 14 – 90 €.

Erstmals ist der Bruttoumsatz im Tourismus 2017 auf über eine Milliarde Euro gestiegen! (2015: 965 Mio. €). Die Wertschöpfung im Tourismus stieg auf 454 Mio. € (2015: 433 Mio. €) Der Anteil am Volkseinkommen in Kiel liegt weiterhin bei 8 Prozent, beim Amt Schrevenborn stieg dieser von einem auf zwei Prozent.

Der Haushalt der Stadt Kiel und des Amtes Schrevenborn profitieren von Steuereinnahmen. So stieg die Steuerwirkung für die Landeshauptstadt von 20,8 Mio. € auf 22 Mio. €. Beim Amt Schrevenborn stieg die Summe von 200.000 € auf erfreuliche 300.000 €, denn erst seit 2015wird hier eine Kur- und Tourismusabgabe erhoben.

Die Studie zeigt es schwarz auf weiß: Der Tourismus in Kiel und im Amt Schrevenborn ist von großer beschäftigungspolitischer Bedeutung – hier werden Arbeitsplätze geschaffen! So stieg die Beschäftigungswirkung im Tourismus für Kiel seit der ersten Studie 2007 von ca. 14.400 Stellen stetig an auf nunmehr ca. 16.500 Vollzeitstellen in 2017. Gemeinsam aufgestellt als LTO Kieler Förde liegt der Vollzeitstellenäquivalenzwert sogar bei ca. 16.800 Stellen.
Quelle: Kiel-Marketing e.V.

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