Tourismusboom in Frankfurt

'Was wir zwar bereits Mitte letzten Jahres erhofft, womit wir aber nicht gerechnet hatten, hat sich erfüllt: Auch ohne Fußball-Weltmeisterschaft konnten wir sowohl bei den Gästen als auch den Übernachtungen ein deutliches Plus verzeichnen.' Mit diesen Worten kommentiert Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF), die Ergebnisse der vorläufigen Jahresbil

‘Was wir zwar bereits Mitte letzten Jahres erhofft, womit wir aber nicht gerechnet hatten, hat sich erfüllt: Auch ohne Fußball-Weltmeisterschaft konnten wir sowohl bei den Gästen als auch den Übernachtungen ein deutliches Plus verzeichnen.’ Mit diesen Worten kommentiert Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF), die Ergebnisse der vorläufigen Jahresbilanz, die die Gesellschaft jetzt vorgelegt hat. Die endgültigen Daten werden rechtzeitig zur Internationalen Tourismus-Börse Berlin (ITB) Anfang März in der Frankfurter Fremdenverkehrsstatistik 2007 veröffentlicht.

Auch Wirtschaftdezernent Boris Rhein sieht seine Arbeit bestätigt: „Die positiven Zahlen und der weiter erwartete Aufschwung der Tourismusbranche auch für die kommenden Jahre zeigt, dass die Entscheidung der Stadt, verstärkt in das Tourismusmarketing zu investieren, richtig war. Die Touristikbranche fungiert als ein wichtiger Leistungs- und Imageträger der Stadt und muss als Querschnittsaufgabe über eine Vielzahl von Branchen hinweg erkannt, unterstützt und gefördert werden. “

Die vorläufigen Zahlen (Stand 30. November 2007) für 2007 gehen von 3,3 Millionen Besuchern (plus 8,57 Prozent) und 5,3 Millionen Übernachtungen (plus 5,48 Prozent) aus. „Besonders hoch ist der Zuwachs an inländischen Übernachtungsgästen“, stellt Feda fest. „Dort konnten wir einen überdurchschnittlichen Zuwachs von fast zwölf Prozent Gästen verzeichnen. Damit liegen wir nicht nur weit über dem gesamtdeutschen Trend, sondern dies bestärkt uns auch in unseren Bemühungen, den Binnenmarkt noch mehr zu bewerben.“

Mit einem Anteil von 46,35 Prozent und einem durchschnittlichen Anstieg von knapp fünf Prozent bei den ausländischen Übernachtungsgästen zeige Frankfurt auch erneut, so die TCF, dass die Stadt im deutschlandweiten Vergleich die internationalste Stadt sei. Für den europäischen Markt bemerkenswert sei insbesondere der Anstieg der spanischen Gäste von 16,55 Prozent. So verdrängt Spanien mit rund 73.000 Gästen als zweitwichtigster Quellmarkt erstmalig Italien von diesem Platz, das aber auch mit einem Anstieg von 11,75 Prozent (mit rund 64.000 Gästen) noch weit vorn liegt. Russland gehöre zu den so genannten Zukunftsmärkten, denen große Wachstumsraten prognostiziert werden, so die TCF. Die Statistik für Frankfurt spiegelt diesen Trend wider mit einer Steigerung von über 21 Prozent (rund 26.000 Gäste). Großbritannien ist mit knapp 155.000 Gästen weiterhin wichtigstes europäisches Gastland und weist im Vergleich zu 2005, also dem Jahr vor der WM, ebenfalls eine Steigerung auf.

Bei den Überseemärkten sind die USA weiterhin wichtigster Quellmarkt und verzeichnen mit rund 290.000 Besucher eine Steigerung von 5,8 Prozent. Überdurchschnittlich gestiegen sind die Gästezahlen aus China mit über 16 Prozent (insgesamt ca. 70.000 Besucher), das damit an dritter Stelle hinter Japan liegt. Aus Japan nahmen die Gästezahlen um acht Prozent ab (ca. 82.000 Gäste); mögliche Gründe sieht die TCF im Reiseverhalten der Japaner, die vermehrt den asiatischen Raum als Reiseziel entdeckten und die momentane Schwäche des Yen. „Große Hoffnungen setzen wir auch auf die Märkte Indien und Vereinigte Arabische Emirate“, sagt Feda. In diesen Ländern sei ein wachsendes Interesse an europäischen Reisezielen zu verzeichnen, wovon auch Frankfurt durch seine schnelle Erreichbarkeit profitiere. So ist aus den V.A.E. mit fast 45.000 Besuchern ein Zuwachs von über 21 Prozent festzustellen. Aus Indien sorgt der Anstieg von über zwölf Prozent für mittlerweile mehr als 21.000 Gäste.

Weniger Grund zur Freude sieht die TCF bei der Aufenthaltsdauer der Gäste, ob aus dem In- oder Ausland. Sie ist im Vergleich zum Vorjahr von 1,67 auf durchschnittlich 1,62 gesunken. „Frankfurts Gäste sind zu einem großen Anteil Geschäftsreisende, rund siebzig Prozent, die von der schnellen Erreichbarkeit des Standortes profitieren“, erläutert Feda. Wenn es gelinge, zu vermitteln, dass Frankfurt auch einen längeren Aufenthalt wert ist mit seinem Angebot an Kultur, Gastronomie, Unterhaltung und Geschäften, blieben auch diese Gäste länger in der Stadt, glaubt der Geschäftsführer. „Und ich bin mir auch sicher, dass dies gelingt, denn Frankfurt ist eine spannende Metropole und Städtereisen liegen weiterhin im Trend. Deswegen sind wir auch sehr zuversichtlich für die weitere Entwicklung im Jahr 2008.“

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