DEHOGA Hannover legt Zahlen zur Beherbergungssteuer vor

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Die Übernachtungsbetriebe in der Landeshauptstadt Hannover werden für die ersten drei Monate des laufenden Jahres nach Prognosen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Region Hannover etwa 2,1 Millionen Euro Beherbergungssteuer abführen. Die Summe entspricht in etwa den Kalkulationen der Stadt, die die Steuer vom 1. Januar 2024 an eingeführt hatte und eine jährliche Zusatzeinnahme von 10 Millionen Euro erwartet. Damit die Einnahmen nicht verpuffen, erwarten die Hoteliers unter anderem einen Neustart in der HMTG, die letztlich Geld bekommt, das die Unternehmen erwirtschaften haben. Zumal die aktuellen Übernachtungszahlen der Region belegen, dass Hannover droht, im Tourismus den Anschluss zu verlieren.

Mit den 10 Millionen Euro Beherbergungssteuer sollen schließlich nicht nur Löcher im Haushalt gestopft werden, ein geringerer Teil der Steuern sollte unter anderem in die Tourismusförderung zurückgeführt werden. Die dafür zuständige Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG) erhält dafür aber für 2024 laut Beschluss der Ratspolitik nicht wie ursprünglich vorgesehen 3 Millionen Euro, sondern weniger. Die Aufteilung sieht für 2024 1,5 Millionen Euro und 2,0 Millionen Euro für 2025 vor. „Hier werden anscheinend auf Basis der zugänglichen Informationen Zusagen nicht umgesetzt und Summen reduziert“, kritisiert Cord Kelle, Direktor vom Congress Hotel am Stadtpark. „Dadurch reduziert sich ebenfalls die Spiegelung durch die Region Hannover. Die weitere Verwendung der eingenommenen Beherbergungssteuer in der Landeshauptstadt für ein Veranstaltungswerbebudget ist intransparent und nicht durch das von uns geforderte Begleitgremium flankiert“, so Kelle. Er leitet gemeinsam mit Alexander Rüter, Geschäftsführer vom Central-Hotel Kaiserhof am Hauptbahnhof, die Fachgruppe Hotellerie beim DEHOGA der Region.

Nach Einschätzung der Hotelmanager braucht die HMTG insgesamt einen Neustart und die finanziellen Mittel dafür. „Sie ist den Herausforderungen an eine moderne Organisation für Destinationsmanagement nicht gewachsen. Das sieht man zum Beispiel daran, dass die Übernachtungszahlen in vergleichbaren Städten weitaus stärker gestiegen sind als beispielsweise in der Landeshauptstadt, die einen leichten Anstieg zu 2019 zu verzeichnen hat“, erklärt Rüter.
Quelle: Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Region Hannover / Bild: Pixabay

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