Mehrwertsteuerbelastung ist noch schlimmer als hohe Energiekosten

Aktuelle Fachbefragung von CHD Expert - Drei Viertel rechnen nicht mit einer Reduzierung der Mehrwertsteuer in diesem Jahr.

Aktuelle Fachbefragung von CHD Expert – Drei Viertel rechnen nicht mit einer Reduzierung der Mehrwertsteuer in diesem Jahr.
Das Ringen um eine Senkung der Mehrwertsteuer geht weiter. In der Gastronomie und Hotellerie schwinden dagegen die Hoffnungen auf eine baldige Reduzierung der Umsatzsteuer auf sieben Prozent, für die seit einem Beschluss der EU-Finanzminister der Weg frei ist. Drei Viertel der Führungskräfte im Gastgewerbe rechnen nicht mehr mit einer Senkung in diesem Jahr. Die erst vor zwei Jahren auf 19 Prozent angehobene Umsatzsteuer ist für die meisten Gastronomen zu einer großen Belastung geworden. Für zwei Drittel der Befragten rangiert die Mehrwertsteuerbelastung als größtes Hindernis noch vor steigenden Energiekosten.

“Die Nachteile der hohen Mehrwertsteuerbelastung für die deutsche Gastronomie und Hotellerie sind immens”, analysiert Thilo Lambracht, Geschäftsführender Gesellschafter der CHD Expert (Deutschland) GmbH. “Lebensmittel werden im Einzelhandel mit sieben Prozent besteuert, Snacks in der Gastronomie dagegen mit 19 Prozent. Und für die Beherbergungsbetriebe ergeben sich echte wirtschaftliche Nachteile insbesondere im grenznahen Raum zu Frankreich, die die Hotels ab Mitte des Jahres oder Anfang 2010 mit einem ermäßigten Steuersatz ihre Zimmerraten günstiger anbieten werden können.”

Das Reizthema Mehrwertsteuer steht für alle Betriebsarten im Außer-Haus-Markt – Gastronomie, Hotellerie, Betriebsverpflegung, Catering – klar auf Platz 1 der wichtigsten politischen Themen. Dagegen stehen die allgemeine Steuerbelastung und bürokratische Regulierung auf Rang 3 bzw. 5 der Liste der größten Hindernisse für Foodservice-Unternehmen.

Die Entwicklung Energiekosten ist für knapp 60 Prozent der Topentscheider eine große Erschwernis. “In rund einem Drittel der Betriebe betragen die Aufwendungen für Heizung und Strom mittlerweile mehr als zehn Prozent des Gesamtbudgets”, so Lambracht. “Wie man diese Ausgaben in den energieintensiven Unternehmen begrenzen kann, ist mittlerweile eines der Top3-Managementthemen geworden.”

Die Wirtschaftkrise ist derzeit für nur rund 45 Prozent der Gastronomen eine große Hürde. Bei rund einem Viertel machen sich die hohen F&B-Beschaffungspreise zunehmend bemerkbar. Die erschwerte Kreditvergabe der Banken wird gerade einmal von knapp 22 Prozent der Topentscheider als große Erschwernis genannt.

www.chd-expert.de

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