Globale Wirtschaftskrise bestimmt Reisepläne

Laut ITB World Travel Trends Report wollen vier von zehn Europäern ihre Reisepläne aufgrund der Wirtschaftskrise umstellen.

Laut ITB World Travel Trends Report wollen vier von zehn Europäern ihre Reisepläne aufgrund der Wirtschaftskrise umstellen. Dabei schwankt der Anteil dieser sogenannten krisensensiblen Reisenden in den einzelnen Märkten zwischen 19 und 64 Prozent. Martin Buck, Direktor des KompetenzCenters Travel und Logistics der Messe Berlin: „Im vergangenen Jahr war zu beobachten, dass die Menschen ihre Reisen verkürzten und dafür mehr Geld ausgaben. Künftig werden sie verstärkt auch auf ihre Ausgaben achten. Reisende werden weltweit voraussichtlich zunehmend nahe Reiseziele ansteuern.”

Nach vier Jahren eines außergewöhnlichen weltweiten Wachstums ist die Krise mittlerweile bei den Verbrauchern in aller Welt angekommen. Sollte die Zahl der Arbeitslosen in Europa ansteigen, so werde das auch hier beim Reiseverhalten nach Angaben des ITB World Travel Trends Reports deutliche Spuren hinterlassen. Betroffen sein wird dann auch das Segment der Besserverdienenden, bei denen der Vertrauensverlust eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt.

Gewinner der Krise

Der ITB World Travel Trends Report zeigt, dass es in der Krise auch Gewinner geben wird. Nach wie vor wird die Zahl der Reisenden aus China und Indien – wenn auch mit einem reduzierten Tempo – zunehmen. Das Internet wird als Plattform für die Buchung von Reisen weiter an Bedeutung gewinnen. Der nationale Reiseverkehr innerhalb der Reiseländer wird sich auch 2009 als mehr oder weniger stabil erweisen und Märkte in der Nähe starker Reisenationen werden nicht so stark betroffen sein wie Fernreisedestinationen, die weltweit zu kämpfen haben. Dagegen wird der Bereich der Geschäftsreisen und der Meetings & Incentives Reisen verstärkt unter Druck kommen.

Big Spender und Top-Destinations

Deutschland hat sich im Jahr 2008 erneut als stärkste Reisenation in Europa behauptet, gefolgt von Großbritannien und Frankreich. Am spendabelsten zeigten sich die Schweizer. Sie führen die Liste der Nationen in Europa an, die über das höchste Reisebudget verfügen. Zu weiteren Reisenden mit größerem Reisebudget zählen Iren, Dänen und Norweger. Im Jahr 2008 lagen bei den Europäern Reiseziele innerhalb Europas an erster Stelle. Unter den Top 10 Reisezielen der Europäer befanden sich 2008 neun Reiseziele auf dem Kontinent. Nur die USA konnten sich mit einem neunten Platz auf der Liste der beliebtesten zehn Reisedestinationen positionieren. Die Liste wird angeführt von Spanien, Frankreich und Deutschland – gefolgt von Italien, Großbritannien und Österreich. Die Türkei, Partnerland der ITB Berlin 2010, rangiert auf dem siebten Platz.

Das höchste Aufkommen an Reisenden aus Europa konnte unter den Weltmetropolen erneut Paris verzeichnen. Danach folgen London, Wien und Rom. Berlin und München rangieren gemeinsam auf dem fünften Platz der beliebtesten Städte-Reiseziele. Die weiteren Lieblingsziele der Europäer: Prag, New York und Istanbul.

Der ITB World Travel Trends Report basiert im Wesentlichen auf dem bevölkerungsrepräsentativen IPK International World Travel Monitor®, für den über 500.000 Menschen in den weltweit wichtigsten Reisemärkten rund um den Globus seit 20 Jahren zu ihren getätigten Reisen und ihrem Reiseverhalten befragt werden.

Der vollständige ITB World Travel Trends Report 2009 mit den neusten Trends und den Gesamtzahlen 2009 liegt ab jetzt zum kostenlosen Download unter www.itb-berlin.de im Bereich Presse-Service unter „Publikationen“ vor.

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