Etihad Airways wählt Transparenz und Offenheit

Etihad Airways wählt Transparenz und Offenheit

Nachdem die australischen Behörden offensichtlich einen Terroranschlag auf eine Maschine von Etihad Airways vereitelt hat, geht Etihad außergewöhnlich transparent an die Öffentlichkeit und informiert schonungslos über den Sachverhalt, auch wenn damit die Gefahr besteht, das Image der Fluggesellschaft zu beschädigen. Dafür verdient die Airline aus Abu Dhabi allerhöchsten Respekt.

Die Behörden in Australien sprechen von einem perfiden Anschlagsplan.
Die Polizei in Sydney hat zwei Männer festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Beide Männer wurden von einem Gericht in Sydney angeklagt, mittels einer Bombe eine Etihad Maschine am 15. Juli auf dem Flug von Sydney nach Abu Dhabi zum Absturz zu bringen.
Der Sprengsatz sollte in einem Gepäckstück an Board gebracht werden. Als „Bote“ der Sprengladung sollte ein Bruder einer der Angeklagten fungieren. Dieser hatte aber nach aktuellem Kenntnisstand keine Ahnung von der Gefährlichkeit seines Gepäcks.
Neben diesem Plan war alternativ der Einsatz einer „Gasbombe“ geplant. So sollte in einer großen Menschenmenge Wasserstoffsulfid freigegeben werden. Wasserstoffsulfid ist hochgiftig und in der Regel für Menschen tödlich.

Bei einem solchen Szenario wären wohl die meisten Fluggesellschaften auf Tauchstation gegangen und hätten, wenn überhaupt, scheibchenweise und beschwichtigend informiert.

Etihad Airways reagierte hingegen sehr transparent und versuchte nicht den Vorfall herunterzuspielen oder gar zu leugnen. Die Pressestelle in Abu Dhabi ging sehr offensiv mit dem Vorfall um und informierte die Öffentlichkeit umfassend.
Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass Etihad noch vor Bekanntwerden der betroffenen Fluggesellschaft aus eigenem Antrieb die Öffentlichkeit suchte und dabei einen Imageschaden in Kauf nahm. Ein Sprecher der Fluggesellschaft meinte zu eTN:
„Die Sicherheit der Passagiere und der Besatzungsmitglieder hat für Etihad allerhöchste Priorität.“

Etihad Airways könnte als nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate in das Visier von Terrorgruppen geraten sein. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben zusammen mit Saudi-Arabien, Bahrain und Ägypten die diplomatischen Beziehungen zum Emirat Qatar wegen angeblicher Terrorunterstützung abgebrochen haben.

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