Es geht nicht um Personen, es geht um die Weltorganisation für Tourismus

Es geht nicht um Personen, es geht um die Weltorganisation für Tourismus

Im Mai 2017 wurde in Madrid der neue UNWTO Generalsekretär gewählt. Aus der Wahl ging der aktuelle Botschafter Georgiens Herr Zurab Pololikashvili als Sieger hervor. Er setzte sich in einer Stichwahl gegen den aktuellen Tourismusminister Simbabwes Dr. Walter Mzembi durch. Beide gingen aus einer Vorwahl mit insgesammt fünf Bewerbern um das höchste Amt der Weltorganisation für Tourismus hervor.

Bereits vor der Wahl in Madrid drehten Gerüchte die Runde, der Sieger der Wahl würde schon vor der Wahl feststehen. eTN hat darüber berichtet Und so wunderte es nicht, dass bereits kurz nach der Wahl von Manipulation gesprochen wurde. Am lautesten meldete sich der unterlegene Kandidat Mzembi zu Wort. Wie man nun im nachhinein weiß, auch zu recht. Zahlreiche Verstöße vor und während der Wahl machen streng genommen die Wahl ungültig. Die Befürworter Pololikashvili’s sehen Mzembi als schlechten Verlierer und halten am Ergebniss der Wahl fest. Um Kritikern nun den Wind aus den Segeln zu nehmen verkündet Dr. Walter Mzembi für den Posten des UNWTO Generalsekretärs nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Der Verzicht Mzembis kann den Weg für eine offene Diskussion freimachen. In der nächsten Woche soll Pololikashvili auf der 22 Generalversammlung der UNWTO im chinesischen Chengdu bestätigt werden. Ohne Aufarbeitung des Vorwurfs einer manipulierten Wahl im Mai in Madrid sollte kein Nachfolger für den scheidenen Amtsinhaber Dr. Taleb Rifai ernannt werden.
Unstreitig wurden Seitens der georgischen Botschaft in Madrid ,zwei Tage vor der Wahl, ein Teil der Delegierten zum Champions League Halbfinale zwischen Atletico Madrid und Real Madrid eingeladen. Ein Teil der Delegierten nahm die Einladung an. Das darf es vor einer Wahl einer UN-Organisation nicht geben. Der georgische Kandidat hat sich damit für das Amt des Gereralsekrtetärs der UNWTO disqualifiziert, ohne die anderen Unregelmäßigkeiten der Wahl zu werten.

Der georgische Botschafter in Madrid Herr Zurab Pololikashvili sollte dem Beispiel Mzembis folgen und auf den Posten verzichten. Damit wäre der Weg für eine ordungsgemäße Wahl frei.

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