Ein weihnachtliches Wochenende in der Kulturhauptstadt Karlsruhe

Ein weihnachtliches Wochenende in der Kulturhauptstadt Karlsruhe

Die Anreise ist mit der Bahn geplant, so daß alle pünktlich um 15.15 Uhr in Karlsruhe Hauptbahnhof ankommen sollen. Das war aber nur ein Traum für mich.

Mein Zug hatte große Verspätung und ich erreichte leider erst gegen Abend die Stadt, so daß ich endlich gegen 19 Uhr im „Leonardo Hotel Karlsruhe“ ankam. Natürlich hatten meine Kollegen bereits eingecheckt, hatten den „Willkommenskaffee“ schon im „Café Jäck“ genossen und erfreuten sich an der weihnachtlich geschmückten Stadt. Telefonisch erreichte ich sie dann, so daß ich endlich auch mit dabei sein konnte und auch etwas zu Essen und zu Trinken bekam.
Für mich steht fest, ich werde nach Möglichkeit immer auf die DB verzichten, denn man kann sich leider nicht auf sie verlassen!

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Nun ist es bereits Abend geworden und mir geht es wieder besser! Wir machen einen Rundgang durch die weihnachtlich geschmückte Stadt, dann geht es weiter mit der Straßenbahn nach „Durlach“, dem Ursprung von Karlsruhe. Durlach begeistert mit der Altstadt, dem malerischen Marktplatz sowie der historischen Stadtmauer u. v. m., so daß man auf ihre lange Geschichte zurückblicken kann. Bereits 120 n. nach Chr. gab es am östlichen Ortsrand schon die römische „Villa Rustica“. Wunderschön sind ihre engen Gassen sowie der Schloßplatz mit dem Schloß und der Karlsburg, die dem Markgrafen von Baden-Durlach von der Mitte des 16. bis ins frühe 18. Jahrhundert als Residenz diente, muß man gesehen haben.

Dann geht es weiter zum „Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt“, der sich vor der Karlsburg befindet. Hier herrscht eine wunderschöne weihnachtliche Stimmung, die durch Kerzenlicht, Gaukler, Lagerfeuer, Musikanten sowie Händler, Ritter, die Badischen Schwertspieler, Schaukämpfe und viele andere Überraschungen geprägt wird. Man fühlt sich in eine längst vergangene Zeit des Mittelalters versetzt, denn überall locken Süßigkeiten, herrliche Getränke wie auch der Glühwein und andere verführerische Leckereien wie Schupfnudeln, Kartoffellanzen oder Fladenbrot etc.

Leider ist es schon sehr spät geworden und wir nehmen noch einen Absacker in der Hausbrauerei „Vogel“ in Durlach. „VOGELbräu“ ist eine der ältesten Hausbrauereien in Deutschland und bietet selbstgebrautes Bier und Pils, die saisonal wechselnde verschiedene Spezialbiere sind. Dann geht es zurück in unser sehr nettes Hotel „Leonardo“ mit seinen sehr freundlichen und aufmerksamen Angestellten. Am Morgen genießen wir hier ein großartiges Frühstück, das ein Vergnügen ist.

Dann geht es zum Rundgang „Conscious Christmas „ (eine eintägige Shopping-Veranstaltung).
Später sind wir mit den Künstlerinnen „ANA & ANDA“ verabredet, sie zeigen uns, daß „Backen auch ohne Zucker und Fett möglich ist und auch schmeckt“.
Wir probieren handgemachte natursüße „Genuß-Spezialitäten“ und -Küßchen, Paradiestörtchen und Kuchen aus naturbelassenen Zutaten sowie selbst hergestellte Käse-Sorten und verführerische „Heißgetränk-Spezialitäten“. Alles wird nach eigener Rezeptur mit Begeisterung und Freude hergestellt, liebevoll angerichtet und dann kunstvoll serviert. Sie zeigen uns, wie Konsum, Fairness und Ökologie auch in der Weihnachtszeit „unter einen Hut“ gebracht werden kann. Leider war es für mich aber doch sehr gewöhnungsbedürftig!

Nun knurrt Magen und wir kehren im gemütlichen Traditionsrestaurant „Oberländer Weinstube“ ein, das mit regionalen Spezialitäten und sehr guten Weinen begeistert.
Mich zieht es anschließend zu einem besonderen Kulturereignis, dem großen ZKM (Zentrum für Kunst und Medien). Es befindet sich in einer ehemaligen umgebauten Munitionsfabrik mit seinen Video-, Audio- und interaktiven Installationen, die dort untergebracht sind. Das ZKM wurde auf Platz 4 der weltbesten Museen gewählt.
Die Ausstellung ist faszinierend, denn das Motto heißt: Leben in digitalen Welten, die von Daten erzeugt, gesteuert und kontrolliert wird. Denn eine Vielzahl elektronischer Schnittstellen wie Smartphone, Computer, Fernsehen und Radio umgibt unser alltägliches Leben. Datenfelder sind unabdingbar und allgegenwärtig. So besteht unsere Lebenswelt heute immer mehr aus einer künstlichen, von Menschen gemachten Datenwelt. Mich hat es sehr begeistert und ich war noch lange danach sehr nachdenklich.

Die Zeit vergeht leider wie im Flug und uns zieht es nun auf den Friedrichsplatz zur urig gemütlichen “Waldweihnacht und strahlenden Lichtweihnacht“ auf den Marktplatz. Hier drängeln sich schon die zahlreichen Wartenden, denn in kurzer Zeit wird hier der Hochseilartist Falko Traber aka als „Fliegender Weihnachtsmann“ über die Besucher hinweg schweben. Plötzlich wird es unruhig und laut, denn nun schwebt endlich der Weihnachtsmann langsam über uns hinweg. Es ist wirklich wie Weihnachten und besonders aufregend für die Kinder. Danach machen wir noch Halt und trinken ein Glas Glühwein, dann geht es weiter auf dem neuen Rundweg am Karlsruher Schloßpark. Auf dessen Mitte befinden sich die größten Freiluft-Kunsteisbahnen Deutschlands mit ihren 2.000 qm Eisfläche für Jung und Alt, die von Ende November bis Ende Januar für unglaubliches Vergnügen für Jung und Alt sorgen.

Nach all den Eindrücken geht es nun in die „Kuckucksuhr“ zum Abendessen auf den „Christkindlemark Karlsruhe“ und anschließend zieht es uns noch ins Restaurant „Stadtwerke Eiszeit“, die sich vor dem Karlsruher Schloß befinden. Leider ist die „Eiszeit-Stube“ schon besetzt, so daß es uns dann ins Restaurant/Café “MultiKulti” zieht, um noch einen Absacker trinken zu können, dann geht es zu unserem Hotel.

Leider ist heute unser letzter Tag, den wir für die Große Sonderausstellung „Mykene – die sagenhafte Welt des Agamemnon“ im Badischen Landesmuseum“ nutzen. Gezeigt werden dort bis 2. Juni 2019 350 wertvolle Exponate aus griechischen Museen, die noch nie außer Landes gezeigt wurden. Es sind „Fundstücke aus dem Grab des Greifen-Kriegers, die in der Nähe des „Palastes des Nestors“ im Ort Pylos erst 2015 gefunden wurden. Sie zählen zu den bedeutendsten archäologischen Funden Griechenlands der letzten 6 Jahrzehnte, ich bin begeistert.

Nun geht es noch gemeinsam zum Essen, in die „Schwarzwaldstube“ des Schloßhotels Karlsruhe, das gegenüber dem Bahnhof liegt. Nach einem sehr guten Essen müssen wir nun von einander Abschied nehmen, was uns nicht leicht fällt, aber unser Zug nimmt leider darauf keine Rücksicht !!!

Ich wäre gerne noch geblieben, denn Karlsruhe hat noch so viel zu bieten, denn sie ist eine lebendige Kulturstadt mit mediterranem Flair. Sie begeistert mit über 50 Museen, Theater und Galerien sowie mit sehr guten Restaurants und gemütlichen Cafés, belebten Plätzen wie auch dem Zoologischen Stadtgarten und Botanischen Garten. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen Open-Air Veranstaltungen und die herrlichen Freizeitmöglichkeiten, zu denen auch die schönen Wochenmärkte und Flohmärkte und, und, und gehören!
Hinweis:
Die Reise wurde von Tourismus Karlsruhe unterstützt
Autor:
Sigrun Lüddecke
Bils: Pixabay

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