Deutscher Tourismusverband fordert Aufstockung des Tourismusetats

Deutscher Tourismusverband fordert Aufstockung des Tourismusetats

Der Bundestag steht vor dem Abschluss der Haushaltsberatungen. Im aktuellen Regierungsentwurf ist vorgesehen, die Erhöhung des Tourismusetats aus dem letzten Jahr wieder zurückzunehmen. Der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) drängt darauf, diesen Einschnitt in der Projektförderung zurückzuweisen.

„Es muss allen Beteiligten klar sein, dass mehr Projektförderung eine Investition in den Tourismusstandort und damit den Wirtschaftsstandort Deutschland ist“ sagt dazu Reinhard Meyer, Präsident des DTV.

Im Haushaltsjahr 2018 war der Deutsche Bundestag der Forderung des DTV gefolgt und hatte die Projektfördermittel des Bundeswirtschaftsministeriums zur Leistungssteigerung im Tourismusgewerbe erstmals seit 2010 um 1 Mio. Euro auf 2,62 Mio. Euro erhöht. Im Entwurf für den Bundeshaushalt 2019 hat die Bundesregierung diese Erhöhung jedoch wieder zurückgenommen.

„Jetzt steht der Bundestag im Zuge der abschließenden Haushaltsberatungen in der Verantwortung, die geplante Absenkung für 2019 zurückzunehmen. Den Worten über die Bedeutung des Tourismus als bedeutendem Wirtschaftsfaktor müssen nun konkrete Taten folgen“, betont Meyer.

Der Bundestag berät abschließend über den Bundeshaushalt in der Sitzungswoche vom 19. bis 23. November 2018. Bis dahin können Änderungen noch mit Mehrheit im Parlament beschlossen werden.

Die Regierungsparteien haben sich im Koalitionsvertrag zur Stärkung des Tourismus bekannt und eine nationale Tourismusstrategie angekündigt. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für den Tourismus in Deutschland weiter zu verbessern, von einheitlichen Qualitätskriterien und eine Fachkräfteoffensive mit der Branche bis hin zur Barrierefreiheit. Die Tourismuswirtschaft mit ihren fast drei Millionen Beschäftige und einer Bruttowert¬schöpfung von mehr als 100 Milliarden Euro ist ein wichtiger Konjunkturmotor und bietet gerade strukturschwachen Regionen Perspektiven – dafür braucht sie aber bundespolitischen Rückenwind.
Quelle: Deutscher Tourismusverband e.V.

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