Design Trend: Ästhetik mit industriellem Hauch

Design Trend: Ästhetik mit industriellem Hauch

Genau genommen ist ‚industriell‘ kein neuer Trend. Über die letzten zehn, fünfzehn Jahre war er immer wieder in Mode, denn es geht nicht nur darum alte Industriegebäude als Wohnräume wiederzuverwerten. Industrielle Ästhetik ist unverblümt, wirkt überraschend natürlich und bewohnt für einen Stil, der auf Maschinenteilen, Rohren und entblößten Baumaterialien beruht.

Dieses Jahr ist Verfeinerung des Stils angesagt; glattere Linien und polierterer Innenausbau lässt die Ästhetik etwas sanfter aussehen – eine weniger brutale, kompromisslose Wirkung, die aber die alte Identität bewahrt.

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Alte Materialien neu nutzen

Ganz im Sinne des wachsenden Umweltbewusstseins, beschäftigt sich der industrielle Stil, im Ideal, mit der Wiederverwertung alter Gebäude auf der einen Seite und dem Umfunktionieren von industriellen Gegenständen zu kreativer Dekoration auf der Anderen. Auch der robuste Stil der Möbeln, Wände und Dekorationen, die alle einiges an Nutzen überstehen sollten, zeigt Nachhaltigkeit, die sonst in der Innenraumgestaltung nicht immer offensichtlich vorhanden ist. Natürlich gilt das nur wenn die Ausstattung auch langfristig beibehalten wird – wer sehr Design-verliebt ist und alle zwei Jahre neu dekoriert nutzt diesen Vorteil des industriellen Stils nicht aus.

Für diejenigen, die Natürlichkeit schätzen, ist der Einbezug von Unvollkommenheit im industriellen Stil charmant. Risse im Mauerwerk, Kratzer an Metall, Unebenheiten in der Wand – alles Teil des Looks. Außerdem erweckt solche Akzeptanz des Unperfekten auch weniger Sorgen über unbeabsichtigte oberflächliche Makel.

DIY Ideen für das eigene Haus

Nicht jeder muss gleich in eine alte Fabrik ziehen um einen industriellen Look zu kreieren. Tatsächlich reichen schon ein paar kleine Dekorationskniffe um die Ästhetik hervorzurufen ohne dabei Besucher mit Maschinenteilen überwältigen. Entblößtes Mauerwerk und Rohre mögen zwar ikonisch für den Stil sein, sind aber keineswegs ein Muss. Der Stil inkorporiert auch neutral Farben, meist eher dunkel, regt Wiederverwertung und das Planen mit geraden Linien an, und konzentriert sich auf einzigartige Maserungen und Texturen. Zusammen passt diese Ästhetik besonders gut mit einem Vintage Stil, der mit Gemütlichkeit die Härte des industriellen Stils ausbalanciert und farblichen und stofflichen Kontrast bietet.

Selbstgemachte Deko kann durch die Nutzung von Holz und Metall den Stil hervorrufen. Eine Uhr aus verwittert aussehendem Holz, dicke Plankenregale, die durch zwei Stücke Rohre an die Wand montiert sind oder von Spannschlössen hängen, Vorhangstangen aus Rohr, Kronleuchter aus Einmachgläsern, Kopfbretter aus Wellblech – Ideen gibt es reichlich. Dabei sehen die Gegenstände oft nostalgisch benutzt und alt aus, ohne dabei an Funktionstüchtigkeit zu verlieren.

DIY mit industriellen Dekorationen braucht nicht zwangsläufig mehr oder andere Werkzeuge als schon vertrautes DIY – ein Geheimtipp jedoch: dünnes Metall kann gut mit selbstschneidenden Schrauben befestigt werden.
Bild: Pixabay

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