Delegierte diskutierten bei Weltklimakonferenz in Bonn über Umweltfragen

Delegierte diskutierten bei Weltklimakonferenz in Bonn über Umweltfragen

Vom 6-17. November 2017 fand in Bonn der Weltklimagipfel COP 23 statt. Fast 30.000 Delegierte aus dem 195 Unterzeichnerstaaten der UN Rahmenkonvention trafen sich in der ehemaligen Bundeshauptstadt um insbesondere über die Durchführung des Klimaabkommens von Paris zu verhandeln. Die Präsidentschaft der diesjährigen Konferenz hatte Fidschi inne.

Ganz besonders im Blickpunkt des Gipfels standen die Pläne für eine Art Regelbuch. Sinn dieses „rule book“ soll sein besser überprüfen zu können ob und wie die Zusagen einzelner Staaten im Bereich Klimaschutz eingehalten werden und eine Möglichkeit schaffen die Ergebnisse der unterschiedlichen Staaten zu vergleichen. Das Regelbuch soll also wie eine Art „Gebrauchsanleitung“ zur Durchführung des Pariser Klimaabkommens fungieren. Zu diesem Regelwerk gehört beispielsweise eine konkrete Anweisung welche Auskünfte die jeweiligen Staaten wann und wo vorlegen müssen. Das Regelbuch soll beim kommenden Weltklimagipfel 2018 in Kattowice verabschiedet werden.

Eine Einigkeit herrscht bei allen Staaten was das Thema Treibhausgas-Emissionen angeht. So sind sich die Staaten einig, dass bis 2050 die Treibhausgas-Emissionen auf 0 gesenkt werden müssen, damit die Klimaerwärmung wie geplant auf klar unter 2 Grad gedrosselt werden kann. Die Staaten sind auch einig, dass die derzeitigen Klimapläne aller Länder dafür nicht genügen und mehr Anstrengungen unternommen werden müssen.

Damit ärmere Staaten finanziell mit der Bewältigung der Folgen des Klimawandels geholfen wird, entschied man sich den im Kyoto Protokoll von 1997 festgelegten Anpassungsfond in das Pariser Klimaabkommen zu übernehmen. Dieser Fond ist insbesondere für Entwicklungsländer wichtig, da diese es deutlich schwieriger als die Industrieländer haben die Bewältigung der Folgen des Klimawandels finanziell zu stemmen.

Das Klimaabkommen von Paris gilt zwar erst ab 2020. Die Industrieländer arbeiten jedoch vor und bereits bei den kommenden zwei Klimakonferenzen 2018 und 2019 sollen sie verdeutlichen wie weit sie bei der Durchführung der Klimaschutzaktivitäten und der Finanzversprechungen angelangt sind. Hier steht besonders das Versprechen im Fokus die Klimahilfen bis 2020 auf 85 Milliarden jährlich zu erhöhen.

Alles in allem gab es bei der Klimakonferenz einige kleine Fortschritte und es wurde mit dem Regelbuch zum Pariser Klimaabkommen ein Fundament geschaffen, welches im nächsten Jahr verabschiedet werden soll. So wurden Bedingungen geschaffen um dem ab 2020 geltenden Pariser Klimaabkommen einen erfolgreichen Start zu ermöglichen.

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