Bisherige Pünktlichkeitsstatistik bei der Bahn soll bleiben

Bisherige Pünktlichkeitsstatistik bei der Bahn soll bleiben

Die Deutsche Bahn weist öffentlich geäußerte Behauptungen, wonach die bisherige Pünktlichkeitsmessung durch einen neuen 15-Minuten-Wert ersetzt werden solle, zurück.

Die Erhebung der zugbezogenen Pünktlichkeit an jedem Unterwegshalt bis zum Endbahnhof innerhalb der 5:59-Minuten-Grenze bleibt unverändert und wird auch künftig monatlich veröffentlicht – so auch die aktuellen Februarwerte unter www.deutschebahn.com/puenktlichkeit.

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Aber…
Um jede Art von Missverständnissen zu vermeiden, wird die Bahn in den kommenden Wochen aktiv auf Kunden, Verbände und Politik zugehen und informieren. Ziel ist es, maximale Transparenz zu schaffen.

Mit der möglichen Ergänzung der Pünktlichkeitsstatistik durch einen zusätz­lichen Wert reagiert die Bahn auf den Wunsch nach einer auf die Reisenden bezogenen Kennzahl, die ausweist, ob und wieviel verspätet der Fahrgast am Endbahnhof seiner Reise im ICE oder IC/EC ankommt.

Im Gegensatz zur zugbezogenen (oder auch betrieblichen) Pünktlichkeit werden hier auch Zugausfälle, Ersatzzüge und nachträgliche Fahrplan­änderungen mit einbezogen. Der zusätzliche Wert berücksichtigt auch das Funktionieren von Anschlüssen und gewichtet die Pünktlichkeit jener Züge höher, die von vielen Reisenden genutzt werden. Diese Erhebungsmethode bildet die Realität der Bahnreisenden besser ab und ermöglicht die Vergleich­bar­keit mit den entsprechenden Kennzahlen für den Luftverkehr und den Fernbus.

Für die Berechnung der Reisendenpünktlichkeit für die täglich rund 400.000 Fahrgäste werden die Daten im Gegen­satz zur betrieblichen Pünktlichkeit nicht nur gemessen, sondern auch simuliert und hochgerechnet. Dazu werden die täglichen Buchungs­daten von rund 270.000 Reisenden mit den Pünktlichkeits­daten der ca. 7.000 Fern­verkehrshalte verknüpft, ausfallende und Ersatzzüge berücksichtigt und für jeden nicht erreichten Anschluss konkrete Alternativ­verbindungen ermittelt und bewertet.
Quelle: Deutsche Bahn / Bild: Pixabay

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