Baden-Württembergs Tourismuswerbung engagiert sich verstärkt in Indien und Russland

Baden-Württembergs Tourismuswerbung wird die vom Land bereitgestellten Sondermittel in erheblichem Maße dazu nutzen, sich auf neuen Auslandsmärkten zu engagieren. Dies kündigte der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP), der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) ist, am Mittwoch (9. 7.

Baden-Württembergs Tourismuswerbung wird die vom Land bereitgestellten Sondermittel in erheblichem Maße dazu nutzen, sich auf neuen Auslandsmärkten zu engagieren. Dies kündigte der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP), der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) ist, am Mittwoch (9. 7. 2008) auf der Tourismus-Kooperationsbörse in der Stuttgarter Liederhalle an.

Die Landesregierung hat im März dieses Jahres ein Aktionsprogramm „Zukunftsfähiger Tourismus in Baden-Württemberg“ gestartet und dabei der TMBW 1,11 Millionen Euro für Sondermaßnahmen in den Jahren 2008 und 2009 zur Verfügung gestellt. Diese Finanzspritze solle, so Pfister, auch dazu verwendet werden, auf Quellmärkten tätig zu werden, die in der Auslandsarbeit der TMBW bisher noch keine große Rolle gespielt haben. Dies gelte in erster Linie für Indien und Russland. Beide Länder rangieren derzeit noch nicht unter den Top Ten der baden-württembergischen Übernachtungsstatistik – Russland lag 2007 mit 142.000 Übernachtungen auf Platz 13, Indien mit 94.000 Übernachtungen auf Rang 17. Nach Angaben Pfisters haben aber beide bereits im vergangenen Jahr mit mehr als 17 Prozent extrem hohe Zuwachsraten verbucht, und dieser Trend setze sich auch in diesem Jahr fort: Mit Steigerungsraten von 19,3 Prozent (Indien) und 10,9 Prozent (Russland) seien sie weiter auf dem Vormarsch „und zählen unserer Einschätzung nach zu den wichtigsten Wachstumsmärkten der Zukunft“.

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In Westeuropa sollten insbesondere die Marketingaktivitäten in Frankreich und Österreich intensiviert werden. Der Quellmarkt Österreich habe bereits 2007 höchst erfreuliche Wachstumsquoten aufgewiesen (+ 7,1 Prozent) und sei nach Einschätzung der Touristiker vor Ort für das neue TMBW-Schwerpunktthema „Genießerland Baden-Württemberg“ besonders empfänglich.

Eine Sonderrolle nimmt nach Pfisters Aussagen Frankreich ein. Hier spreche gleich eine ganze Reihe von Gründen für ein stärkeres Engagement. Bereits im vergangenen Jahr sei die Zahl der französischen Gäste in Baden-Württemberg rasant gestiegen (+ 8,4 Prozent), am Ende habe Frankreich die Plätze zwei – bei den Ankünften – und vier – bei den Übernachtungen – eingenommen. Im bisherigen Verlauf dieses Jahres habe der Auslandsquellmarkt Frankreich noch einmal um elf Prozent zugelegt. Diesen Erfolg gelte es nun zu verstetigen, zumal Frankreich durch den TGV noch näher an Baden-Württemberg herangerückt sei und eine hohe Affinität zu den Genießerland-Themen Kulinaristik und Wein habe.

Im Hinblick auf das Projekt Genießerland erklärte der Tourismus-Präsident, dass nach den intensiven Vorarbeiten in den zurückliegenden Wochen und Monaten nun der Zeitpunkt gekommen sei, das Projekt weiter voranzutreiben und konkrete PR- und Marketingmaßnahmen zu beschließen. So würden am kommenden Donnerstag (17. 7.) im Staatsministerium sämtliche Organisationen und Verbände zusammenkommen, die die Genießerland-Initiative mit tragen – darunter die regionalen Tourismusorganisationen, die Marketingorganisationen des Landes sowie der DEHOGA oder die Weinwerbezentralen.

„Wir als Touristiker müssen ein vitales Interesse daran haben, dass das Genießerland Baden-Württemberg zu einem Erfolg wird“, sagte Pfister. Nicht allein deshalb, weil das Thema Genuss ideal zum Sterneland Baden-Württemberg passe, sondern auch weil es eine Bevölkerungsgruppe anspreche, die in den kommenden Jahren schon allein aufgrund des demographischen Wandels rasant an Bedeutung gewinnen werde: Diejenigen, die lange Jahre hart gearbeitet haben und nun Zeit und Geld haben, sich etwas zu gönnen – gerade auch im Zweit- oder Dritturlaub.

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