Air Berlin verlässt Rostock-Laage

Die Fluggesellschaft Air Berlin fliegt ab dem kommenden Winterflugplan 2008/09 den Airport Rostock-Laage nicht mehr an. Air Berlin begründet den Schritt mit steigenden Kosten für Flugbenzin und fehlenden verbindlichen Zusagen von Reiseveranstaltern.

Die Fluggesellschaft Air Berlin fliegt ab dem kommenden Winterflugplan 2008/09 den Airport Rostock-Laage nicht mehr an. Air Berlin begründet den Schritt mit steigenden Kosten für Flugbenzin und fehlenden verbindlichen Zusagen von Reiseveranstaltern. “Den Reiseveranstaltern ist Air Berlin ab Rostock-Laage einfach zu teuer geworden”, sagte die Geschäftsführerin des Flughafens, Maria Muller, auf Nachfrage von eTurboNews. Von dem Air Berlin Rückzug ist ausschließlich das Outbound-Geschäft betroffen, also die Flüge in die Warmwasserregionen wie Türkei und Spanien. Das Türkei-Geschäft aus Rostock-Laage wird ab dem Sommer durch Sun Express und Sky Airlines geflogen.

„Wir bedauern es sehr, dass Air Berlin sich jetzt einfach so zurückzieht. Neue Verkehrsangebote brauchen einen längeren Atem, um sich zu etablieren“, so Maria Anna Muller, Geschäftsführerin des Flughafens Rostock-Laage.

Nach Mullers Ansicht hat der Airport das Potenzial, zum “Heimatflughafen” für die Einwohner von ganz Mecklenburg-Vorpommern und einem großen Teil des nördlichen Brandenburg. Gerade die jüngsten Streckeneröffnungen der Airlines Germanwings und Ryanair zeigten, dass der Standort auch für genau rechnende Unternehmen attraktiv sei, sagte Muller.

Im vergangenen Jahr war das Passagieraufkommen nach Angaben des Airports im Ferienflugbereich um über 17 Prozent auf 156 000 Passagiere gestiegen. Air Berlin habe dabei überdurchschnittlich stark an der Entwicklung partizipiert. Erst im Vorjahr hatte das Unternehmen sein Streckenangebot auf sechs Nonstop-Ziele ab Rostock-Laage erweitert. Air Berlin bot Direktflüge nach Antalya, Heraklion, Palma de Mallorca, Rhodos, Nürnberg und Zürich an.

Das Air Berlin Geschäft kann zwar momentan nicht kompensiert werden, “wir machen deshalb aber nicht zu, sondern setzen voll auf das Inbound-Geschäft”, so die Geschäftsführerin zu eTurboNews.

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