Bei Thonet wird Tradition groß geschrieben

Wie Nachhaltigkeit bei einem traditionellen Möbelhersteller funktioniert, zeigt das im nordhessischen Frankenberg beheimatete Unternehmen Thonet. Deutlich wird dies u.a. anhand der erfolgreichen Zertifizierungen durch Green Globe und das langjährige Engagement im Bereich des ressourcenorientierten Wirtschaftens.

Die Unternehmensgeschichte von Thonet beläuft sich auf knapp 200 Jahre. 1819 von Michael Thonet gegründet produziert das Unternehmen bis heute Wohn- und Objektmöbel von höchster Qualität und gehört zu den weltweit ältesten familiengeführten Möbelherstellern. Zu den berühmtesten Designerklassikern im Thonet-Portfolio zählen der bekannte Wiener Kaffeehausstuhl 214 und andere Bugholzikonen ebenso wie die Stahlrohklassiker der Bauhauszeit. Bei der Herstellung der Möbel wird vor allem auf die Langlebigkeit geachtet: Ob bei der Qualität der Materialauswahl, Fertigung und schließlich auch bei der Reparatur, überall wird nur mit höchsten Standards gearbeitet. Die Möbel bestehen aus Einzelkomponenten, die ausgetauscht und getrennt entsorgt werden können. Weder bei der Produktion noch bei der Entsorgung schaden Thonet-Produkte der Umwelt. Ebenso wird bereits im Designprozess aufmerksam die Recyclingfähigkeit der benötigten Materialien und die Umweltfreundlichkeit überprüft. Nachhaltigkeit ist somit ein zentraler Bestandteil der Thonet-Philosophie.

Das Erbe in die Zukunft zu transportieren ist ein wichtiger Aspekt, um erfolgreich belieben. Wie traditionelle Designerklassiker erweitert werden können, verdeutlichte Thonet u.a. mit den „Pure Materials“-Kollektion für die Stahlrohrmöbel sowie zuletzt auch für die Bugholzklassiker. Auf der imm cologne 2015 stellte Thonet den Wiener Kaffeehausstuhl sowie die Holzsessel 209, 210, 214 und 233 mit vegetativ gegerbtem, markantem Leder und naturbelassenem, dunkel gebeiztem oder hell geöltem Eschenholz vor. Ein schonender Umgang mit den Materialien sind Kennzeichnen dieser Linie. Anstelle von europäischer Buche kam bei den Bugholzklassikern in der Edition „Pure Materials“ feinste heimische Esche zum Einsatz: Diese Holzart passte hervorragend zum traditionellen Biegeverfahren und ist ein festes und elastisches Holz mit einer offenporigen Maserung. Das Eschenholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft wurde bewusst nur leicht behandelt, sodass man die Strukturen der lebendigen Oberfläche optisch und auch haptisch erleben konnte.
Hochwertige Lederpolster sorgen in dieser Bugholz-Edition nicht nur für optimalen Sitzkomfort – der satte dunkelbraune Farbstoff des Leders verlieh darüber hinaus jedem Stuhl einen edlen Look mit einmaliger Haptik. Das naturbelassene Qualitätsleder „Olive Galicia“ wurde weder geschliffen noch geprägt oder lackiert. So reagiert es mit charakteristischen Gebrauchsspuren auf Berührung und entwickelt nach und nach ein ganz individuelles Aussehen.

Zwischen den wichtigen Messen imm cologne im Januar und dem Salone del Mobile in Mailand hatte Thonet mit der Teilnahme an der Design Shanghai sowie der Eröffnung eines Pop-up Stores in Paris zwei weitere Höhepunkte im Kalender zu vermerken. Vom 27. Februar bis zum 24. März war Thonet Gast im Pariser Showroom der dänischen Firma Gabriel. Auf 140 m² gab man einen Einblick in sein breites Portfolio an Möbeln und die traditionsreiche Firmengeschichte. Neben bekannten Klassikern aus Bugholz und Stahlrohr spielten auch zeitgenössische Entwürfe Möbel renommierter Designer wie Stefan Diez, Naoto Fukasawa oder Robert Stadler eine wichtige Rolle im Pop-up Store. Bezogen wurden die Möbel von der Firma Gabriel, die seit 1851 unter anderem Stoffe aus Leinen, Filz oder Wolltuch anfertigt. Auf zwei Aufstellungsebenen hatte der Besucher die Möglichkeit, Thonet-Produkte sowohl für den Wohn- als auch für den Objektbereich kennenzulernen, darunter die vielseitigen Konferenzstuhl-Programme S 95 und S 845 und die flexiblen Großraum-Serien S 160 und S 55. Der Pop-up Store bot eine ansprechende Gelegenheit, die Werte des Traditionsunternehmens zu präentieren.

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